Ant-Man: Warum schrumpfen total bescheuert ist (Science vs. Fiction feat. @DerComicladen )

Tach zusammen, Jack Pop hier.
Ihr wolltet Ant-Man, Ihr bekommt Ant-Man! Der hat, wie alle Superhelden natürlich, ziemlich krasse Moves drauf.
Einzigartig macht ihn aber natürlich sein Schrumpfanzug.
Und um uns aufs Thema Schrumpfen einzugrooven, sind wir in die kleinste Welt gefahren,
die wir in unserer Umgebung finden konnten, nämlich hier die Miniwelt in Liechtenstein.
Ich gebe aber ganz offen zu, schrumpfen ist eine Sache, die ich mit meinen 1,72 m nicht unbedingt haben müsste
Ihr aber auch nicht!
Hallo Anne, wo kommst du denn her?
Von unten, hatten wir doch so besprochen?
Stimmt, okay. Anne ist bei uns gerade für ein paar Wochen in der Redaktion und ist Physikerin! Und ich kann Euch sagen,
schrumpfen ist so ziemlich das Bescheuertste, was man machen kann. Warum Ihr auf gar keinen Fall schrumpfen wollt,
wie Ant-Man, das erklären wir euch jetzt!
An sich ist schrumpfen schon eine coole Sache, Anne. Ich würde mich wahrscheinlich die ganze Zeit in Kinofilme reinsneaken.
Anne, was würdest Du machen?
Ich würde einfach heimlich überall im Handgepäck mit irgendwohin reisen.
Was würdet Ihr denn machen, wenn Ihr so klein wie eine Ameise wärt. Schreibt es mal in die Kommentare!
Aber lass mal schauen, wie dieser Schrumpfmechanismus von Ant-Man funktioniert? Da gibt es in den
Comics und Filmen ziemlich eindeutige Erklärung dafür und die fast uns jetzt mal einer zusammen,
der sich fantastisch auskennt im Marvel-Universum. Nämlich Marc vom YouTube-Kanal der Comicladen.
Hey Jack! Vielen Dank für die Einladung. Und ich muss schon sagen, da habt Ihr Euch
einen wirklich interessanten Charakter ausgesucht. Den gibt es schon richtig lange,
nämlich schon seit 1962 und „Tales to Astonish“ Nr. 27. Dort wurde Hank Pym als arroganter,
aber unglaublich genialer Wissenschaftler eingeführt, der bei seiner Arbeit winzige
subatomare Teilchen entdeckte. Diese hat er ganz bescheiden nach sich selbst benannt,
nämlich die Pym-Partikel. Diese Partikel hatten wir viele tolle Eigenschaften,
aber die bestechendste war natürlich, dass sie Materie beliebig verkleinern oder auch vergrößern konnte.
Das hat natürlich viele tolle mögliche Anwendungsgebiete, dachte sich auch Hank Pym,
und entwickelte ein Serum aus diesen Pym-Partikeln und dann einen Anzug, mit dem er dieses Serum
zu Gas verflüchtigen konnte. Das konnte der Träger des Anzugs dann einatmen und eben auf Knopfdruck
wachsen oder schrumpfen. Und der erste Ant-Man war geboren.
Ant-Man schrumpft also, weil diese Pym-Partikel seine Atome näher zusammenbringen.
Genau. Und dieser Gedanke ist gar nicht so absurd, wie er klingt. Ihr müsst Euch das
so vorstellen: Das Atom ist fast komplett leer. Über 99,9 % der Masse befindet sich
im Atomkern und beim Wasserstoffatom zum Beispiel, macht dieser Kern nur ein Hunderttausendstel
des Gesamtdurchmessers des Atoms aus.
Das ist echt irre. Das heißt, dass die Elektronen sich richtig weit weg befinden können?
Megaweit weg!
Und damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt, kommt hier der Real-Life Vergleich vom Fußballplatz.
Wenn dieser Stecknadelkopf hier die Größe unseres Wasserstoffatomkerns repräsentiert, dann kann die Gesamtausdehnung des Atoms