Bakterien so groß wie Blauwale - Leben & Größe 3

Ein - aus.
Ein - aus.
Nur diese ständige Aktivität hält dich am Leben.
Genau jetzt reagieren in deinen Zellen
Glukosemoleküle mit Sauerstoff, um Energie bereitzustellen,
damit du einen weiteren wertvollen Moment erlebst.
Du atmest, um den dafür notwendigen Sauerstoff zu kriegen.
Atmen löst ein ziemlich kniffliges Problem:
Wie kommt alles, was eine Zelle zum Überleben braucht,
von außen in die Zelle rein?
Jedes Lebewesen muss dieses Problem irgendwie lösen.
Ein Faktor hat dabei erstaunlich viel Einfluss:
die Größe.
Wir haben es in anderen Videos bereits erklärt.
Die Größe beeinflusst ganz schön,
wie sich die Gesetze der Physik
auf die Bewohner des Universums auswirken.
So simple Dinge wie Temperatur, Schwerkraft oder Oberflächenspannung
können völlig egal oder eine Todesgefahr sein.
Je nachdem, wie groß du bist.
Zum Überleben brauchen Lebewesen viele verschiedene Dinge.
Und die müssen sie irgendwie von außen nach innen transportieren.
Ganz zu Beginn, als das erste Leben seinen Anfang nahm,
war das ein riesiges Problem.
Denn im Universum kostet alles, was wir tun wollen, Energie.
Die ersten Lebewesen
verfügten noch nicht über all die Werkzeuge und Techniken,
die die Evolution über Milliarden Jahre entwickelt hat.
Zu Beginn musste das Leben also einen Weg finden,
um sich ganz ohne Energie Nützliches einzuverleiben,
und Schädliches loszuwerden.
Die ersten Lebensformen waren zum Glück so winzig klein,
dass sie dafür einen kostenlosen Transportweg nutzen konnten:
die sogenannte Diffusion.
Diffusion basiert auf dem Naturgesetz,
dass sich Moleküle konstant in Bewegung befinden,
vor allem in flüssigem oder gasförmigem Zustand.
Weil sie sich ständig bewegen, und dabei miteinander kollidieren,
breiten sie sich aus.