Das tödlichste Virus der Welt
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zqbjoqt
Monster gibt es wirklich.
Aber außerhalb unserer Fantasie
wollen sie uns eigentlich gar nichts Böses.
Evolutionär bedingt können sie nur überleben,
indem sie in unsere Körper einfallen und unsere Abwehr umgehen.
Für uns endet das zwar oft tödlich,
aber sie hegen dabei gar keine bösen Absichten.
Eines der gefährlichsten dieser Monster ist das Rabies lyssavirus.
Oder auch das Tollwut-Virus.
Zeigst du erst Symptome einer Ansteckung,
ist dein Tod so gut wie sicher.
Es ist nach Lyssa,
der altgriechischen Göttin des Wahnsinns benannt.
Und sucht uns seit mindestens 4.000 Jahren heim.
Lyssa verwandelt Tiere in blutrünstige Monster.
Und Menschen in wasserscheue Zombies.
Aber was Lyssa so faszinierend macht,
ist nicht nur wie grotesk und tödlich
eine Infektion mit dem Virus verläuft,
sondern auch wie unglaublich gut es darin ist,
unsere Abwehr zu umgehen.
(Fröhliche Musik)
Viren existieren irgendwo zwischen Leben und Tod.
Kaum mehr als ein paar genetische Anweisungen,
die sich nur mithilfe von lebenden Zellen vermehren können.
Lyssa ist selbst für ein Virus simpel gestrickt.
Es besteht aus nur fünf Genen, also Bauanleitungen für fünf Proteine,
mit denen es ziemlich schwierige Herausforderungen meistert.
Ein Säugetier infizieren, sein Immunsystem umgehen,
zum Gehirn wandern, sich vermehren
und neue Wirte infizieren.
Schauen wir uns an, was bei einer Infektion passiert.
Es beginnt mit einem Biss, oft von einem Hund,
der Millionen Viren im Speichel hat, und diese tief in dein Gewebe presst.
Ihr Ziel, deine Nervenzellen, die Neuronen.
Das sind quasi lebende elektrochemische Kabel,
die Signale durch deinen ganzen Körper tragen.
Sie sind bis zu 1,5 Meter lang mit dem ganzen Maschinenpark der Zelle
an dem einen Ende und einer Schnittstelle an dem anderen.