Grundpflege in der Pflege

Grundpflege in der Pflege

1. Was bedeutet Grundpflege?

Grundpflege umfasst grundlegende pflegerische Tätigkeiten, die der Unterstützung, Erhaltung und Förderung der Selbstständigkeit und des Wohlbefindens eines Menschen dienen.

Dazu gehören unter anderem:

- Körperpflege

- Mundpflege

- Intimpflege

- An- und Auskleiden

- Unterstützung bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme

- Unterstützung bei der Ausscheidung

- Mobilisation

- Lagerung

- Unterstützung bei der Körperpflege

- Betten und Umgebung gestalten

Grundpflege bedeutet nicht, alles für den Menschen zu übernehmen.

Das wichtigste Prinzip lautet:

So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Unterstützung wie nötig.

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2. Ziele der Grundpflege

Grundpflege hat mehrere Ziele:

- Körperliche Hygiene erhalten

- Haut und Schleimhäute schützen

- Wohlbefinden fördern

- Selbstständigkeit erhalten und fördern

- Beweglichkeit fördern

- Komplikationen und Infektionen vermeiden

- Veränderungen frühzeitig erkennen

- Intimsphäre und Würde schützen

- Vertrauen und Beziehung aufbauen

Die Körperpflege ist deshalb gleichzeitig eine wichtige Möglichkeit zur Beobachtung des Gesundheitszustandes.

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3. Grundprinzipien bei jeder Körperpflege

Vor jeder Pflege sollte man sich fragen:

Was kann die Person selbst?

Welche Unterstützung benötigt sie?

Welche Risiken bestehen?

Was muss ich beobachten?

Welche individuellen Gewohnheiten und Wünsche hat die Person?

Die Pflege sollte immer:

- individuell

- ressourcenorientiert

- hygienisch

- sicher

- würdevoll

- strukturiert

- professionell

durchgeführt werden.

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4. Vor der Pflege

Vor Beginn der Körperpflege:

1. Pflegeplanung und relevante Informationen lesen.

2. Patient identifizieren.

3. Pflege erklären.

4. Einverständnis einholen.

5. Wünsche und Gewohnheiten erfragen.

6. Schmerzen berücksichtigen.

7. benötigte Materialien vorbereiten.

8. Raum angenehm temperieren.

9. Privatsphäre schützen.

10. Händehygiene durchführen.

11. persönliche Schutzausrüstung je nach Situation verwenden.

Wichtig:

Material vorher vollständig vorbereiten.

Man sollte den Patienten möglichst nicht alleine lassen, während man fehlendes Material holt.

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5. Kommunikation vor der Pflege

Vor Beginn sollte man den Patienten informieren.

Zum Beispiel:

„Guten Morgen, Herr Müller. Ich würde Sie jetzt gerne bei der Körperpflege unterstützen. Was möchten Sie heute selbst übernehmen?“

Damit wird die Selbstständigkeit gefördert.

Außerdem sollte man fragen:

- Wie fühlen Sie sich heute?

- Haben Sie Schmerzen?

- Möchten Sie zuerst Gesicht oder Oberkörper waschen?

- Welche Pflegeprodukte möchten Sie verwenden?

- Gibt es etwas, das Ihnen besonders wichtig ist?

Die Körperpflege ist eine gute Gelegenheit, die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten zu berücksichtigen.

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6. Beobachtung während der Grundpflege

Während der Körperpflege sollte die Pflegekraft den Patienten beobachten.

Man achtet unter anderem auf:

Haut

- Rötungen

- Blässe

- Zyanose

- trockene Haut

- feuchte Haut

- Wunden

- Hämatome

- Schwellungen

- Druckstellen

- Hautfalten

- Hautveränderungen

Allgemeinzustand

- Bewusstsein

- Orientierung

- Müdigkeit

- Schmerzen

- Schwindel

- Atemnot

- Übelkeit

- Schwäche

Mobilität

- Beweglichkeit

- Gleichgewicht

- Muskelkraft

- Schmerzen bei Bewegung

- Fähigkeit zum Aufstehen

Atmung

- Atemfrequenz

- Atemtiefe

- Atemgeräusche

- Atemnot

- Husten

- Sekret

Kommunikation

- Sprache

- Verständnis

- Stimmung

- Angst

- Rückzug

- Verwirrtheit

Die Grundpflege ist deshalb gleichzeitig Beobachtungspflege.

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7. Reihenfolge bei der Körperpflege im Bett

Die genaue Reihenfolge kann je nach Einrichtung, Pflegeplanung und Zustand des Patienten variieren.

Eine häufige Grundstruktur lautet:

Gesicht → Oberkörper → Arme und Hände → Bauch → Beine und Füße → Rücken → Gesäß → Intimbereich

Dabei gilt grundsätzlich:

Von sauber nach weniger sauber.

Und:

Intimbereich möglichst zuletzt.

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8. Körperpflege im Bett – Vorbereitung

Benötigte Materialien können beispielsweise sein:

- Waschschüssel, falls nach Standard vorgesehen

- Waschlappen

- Handtücher

- Pflegeprodukte

- frische Kleidung

- Inkontinenzmaterial

- Einmalhandschuhe

- Abwurf

- eventuell Schutzunterlage

- Kamm oder Bürste

- Mundpflegematerial

- Rasierutensilien bei Bedarf

Die Materialien sollten griffbereit vorbereitet werden.

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9. Patient vorbereiten

1. Patient begrüßen und informieren.

2. Identität überprüfen.

3. Einverständnis einholen.

4. Schmerzen erfragen.

5. Bett auf eine rückenschonende Arbeitshöhe bringen.

6. Patient bequem lagern.

7. Nur den Körperbereich aufdecken, der gerade gepflegt wird.

8. Raumtemperatur beachten.

9. Intimsphäre schützen.

Wichtig:

Der Patient sollte niemals unnötig vollständig entblößt sein.

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10. Gesicht waschen

Zuerst wird das Gesicht gepflegt.

Besonders wichtig:

- Augen

- Stirn

- Nase

- Wangen

- Mundbereich

- Ohren

Bei der Augenpflege wird grundsätzlich von außen nach innen beziehungsweise vom äußeren zum inneren Augenwinkel gearbeitet.

Für jedes Auge wird ein frischer beziehungsweise geeigneter sauberer Bereich verwendet.

Bei infektiösen Augenproblemen gelten besondere Hygienemaßnahmen.

Seife sollte im Augenbereich nicht verwendet werden.

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11. Ohren und Gesicht

Ohren und Gesicht werden vorsichtig gereinigt.

Der Gehörgang wird nicht tief mit Wattestäbchen gereinigt.

Nur der sichtbare äußere Bereich wird gepflegt.

Dabei auf Veränderungen achten:

- Rötungen

- Hautverletzungen

- Sekret

- Schwellungen

- Schmerzen

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12. Oberkörper

Danach werden Hals, Brust und Bauch gepflegt.

Dabei:

- Haut vollständig beobachten

- Hautfalten kontrollieren

- sorgfältig trocknen

- Intimsphäre beachten

- Patienten möglichst selbstständig waschen lassen

Bei Frauen unter der Brust und bei Menschen mit ausgeprägten Hautfalten besonders auf Feuchtigkeit, Rötungen und Reibung achten.

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13. Arme und Hände

Die Arme werden vom Oberarm Richtung Hand gepflegt.

Bei den Händen besonders auf:

- Fingerzwischenräume

- Nägel

- Hautverletzungen

- Schwellungen

- Beweglichkeit

achten.

Der Patient sollte seine Hände möglichst selbstständig waschen, wenn er dazu in der Lage ist.

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14. Bauch und Beine

Beim Bauch und bei den Beinen weiterhin auf Hautveränderungen achten.

Bei den Beinen besonders beachten:

- Schwellungen

- Rötungen

- Hämatome

- Wunden

- Schmerzen

- Temperaturunterschiede

- Beweglichkeit

Bei den Füßen:

- Fußsohlen

- Zehenzwischenräume

- Nägel

- Druckstellen

kontrollieren.

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15. Rückenpflege

Für die Rückenpflege wird der Patient entsprechend seiner Mobilität und Sicherheit vorsichtig auf die Seite gedreht.

Dabei:

- Sturzgefahr beachten

- eventuell zweite Pflegekraft hinzuziehen

- auf Drainagen, Katheter oder andere Zugänge achten

- Rücken und Gesäß beobachten

Besonders wichtig:

Kreuzbein und andere druckgefährdete Stellen auf Rötungen und Hautveränderungen kontrollieren.

Nach der Reinigung Haut sorgfältig trocknen.

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16. Intimpflege

Die Intimpflege ist besonders sensibel.

Wichtig sind:

- Intimsphäre

- respektvolle Kommunikation

- Handschuhe

- hygienische Arbeitsweise

- richtige Wischrichtung

- Beobachtung der Haut

- Ressourcen des Patienten berücksichtigen

Bei Frauen wird grundsätzlich von vorne nach hinten gereinigt.

Dadurch soll verhindert werden, dass Keime aus dem Analbereich in Richtung Harnröhre verschleppt werden.

Bei Männern wird der Penis gereinigt.

Bei vorhandenem Vorhautbereich wird die Vorhaut vorsichtig zurückgezogen, die Eichel gereinigt und anschließend die Vorhaut wieder zurückgeschoben.

Die Vorhaut darf niemals zurückgelassen werden.

Danach werden Hodensack, Leistenbereich und Analbereich gereinigt.

Der Analbereich wird besonders sorgfältig und grundsätzlich zuletzt gereinigt.

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17. Inkontinenzversorgung

Bei inkontinenten Patienten:

1. Material vorbereiten.

2. Handschuhe anziehen.

3. verschmutztes Material entfernen.

4. Intimbereich reinigen.

5. Haut sorgfältig trocknen.

6. Hautzustand beobachten.

7. gegebenenfalls geeigneten Hautschutz anwenden.

8. neues Inkontinenzmaterial anlegen.

9. Patienten bequem positionieren.

10. Abfall hygienisch entsorgen.

11. Händehygiene durchführen.

Besonders wichtig:

Feuchtigkeit und Kontakt mit Urin oder Stuhl können Hautschäden begünstigen.

Deshalb ist eine gute Hautpflege und regelmäßige Kontrolle wichtig.

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18. Mundpflege

Mundpflege dient:

- der Mundhygiene

- dem Wohlbefinden

- der Vermeidung von Mundgeruch

- dem Schutz der Mundschleimhaut

- der Unterstützung der Nahrungsaufnahme

- der Vorbeugung von Infektionen

Während der Mundpflege beobachten:

- Lippen

- Zunge

- Mundschleimhaut

- Zahnfleisch

- Zähne

- Beläge

- Blutungen

- Druckstellen

- Entzündungen

- trockenen Mund

- Schmerzen

Bei Prothesen müssen diese entsprechend den hygienischen Vorgaben gereinigt und gepflegt werden.

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19. Haare und Rasur

Haare werden entsprechend den Bedürfnissen des Patienten gepflegt.

Dabei kann man:

- Haare kämmen

- Haare bürsten

- bei Bedarf Haare waschen

- Kopfhaut beobachten

Bei der Rasur:

- Hautzustand beachten

- vorsichtig arbeiten

- Verletzungen vermeiden

- persönliche Gewohnheiten berücksichtigen

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20. An- und Auskleiden

Beim An- und Auskleiden sollte ebenfalls die Selbstständigkeit gefördert werden.

Bei eingeschränkter Beweglichkeit gilt häufig:

Beim Anziehen zuerst die betroffene beziehungsweise eingeschränkte Seite.

Beim Ausziehen zuerst die gesunde Seite.

Beispiel:

Der rechte Arm ist gelähmt.

Beim Anziehen:

Zuerst den rechten Arm in den Ärmel führen, danach den linken.

Beim Ausziehen:

Zuerst den linken gesunden Arm ausziehen, danach den rechten betroffenen Arm.

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21. Mobilisation während der Grundpflege

Die Körperpflege kann gleichzeitig zur Mobilisationsförderung genutzt werden.

Beispielsweise kann ein Patient:

- sich selbst im Bett drehen

- sich aufsetzen

- selbstständig das Gesicht waschen

- selbstständig die Zähne putzen

- sich an der Bettkante stabilisieren

- mit Unterstützung zum Waschbecken gehen

Dadurch werden vorhandene Fähigkeiten erhalten und gefördert.

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22. Ergonomisches Arbeiten

Pflegekräfte müssen auch auf den eigenen Körper achten.

Grundregeln:

- Bett auf geeignete Arbeitshöhe einstellen.

- Rücken möglichst gerade halten.

- aus den Beinen arbeiten.

- Patient möglichst selbstständig bewegen lassen.

- keine unnötigen Hebe- und Tragebewegungen durchführen.

- Hilfsmittel verwenden.

- Bewegungen vorher erklären und koordinieren.

Ziel:

Rückenschonendes und sicheres Arbeiten.

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23. Hygiene

Bei der Grundpflege müssen die Hygienestandards der Einrichtung eingehalten werden.

Besonders wichtig:

- Händehygiene

- saubere Materialien

- geeignete Einmalhandschuhe

- richtige Entsorgung

- Vermeidung von Kreuzkontamination

- saubere und unreine Tätigkeiten trennen

Ein wichtiges Prinzip lautet:

Von sauber nach unrein.

Zum Beispiel:

Gesicht → Oberkörper → Beine → Intimbereich → Analbereich.

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24. Handschuhe

Handschuhe ersetzen niemals die Händehygiene.

Handschuhe werden situationsabhängig getragen, insbesondere bei Kontakt mit:

- Blut

- Urin

- Stuhl

- Wundsekret

- Schleimhäuten

- bestimmten Körperflüssigkeiten

Nach dem Ausziehen der Handschuhe ist eine Händehygiene erforderlich.

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25. Sicherheit

Während der Grundpflege muss die Sicherheit des Patienten jederzeit gewährleistet sein.

Achten auf:

- Sturzrisiko

- Schwindel

- Kreislaufprobleme

- Schmerzen

- Atemnot

- Schwäche

- Leitungen

- Katheter

- Drainagen

- Infusionen

- Sauerstoffversorgung

Besonders bei der Mobilisation sollte man den Zustand des Patienten vorher einschätzen.

Wenn ein Patient plötzlich Schwindel oder starke Schwäche entwickelt, wird die Mobilisation nicht einfach weitergeführt.

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26. Nach der Pflege

Nach Abschluss:

1. Patient bequem positionieren.

2. Kleidung beziehungsweise Bettdecke richtig anlegen.

3. Klingel erreichbar platzieren.

4. Getränke und persönliche Gegenstände erreichbar stellen.

5. Bett entsprechend der Sicherheitsvorgaben einstellen.

6. Umgebung ordentlich hinterlassen.

7. Materialien entsorgen beziehungsweise aufbereiten.

8. Händehygiene durchführen.

9. Pflege dokumentieren.

10. Auffälligkeiten weitergeben.

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27. Was muss dokumentiert beziehungsweise weitergegeben werden?

Nicht jede normale Handlung muss ausführlich beschrieben werden.

Wichtig sind insbesondere relevante Beobachtungen und Veränderungen.

Beispiele:

- neue Hautrötung

- Wunde

- Druckstelle

- Hämatom

- Schwellung

- starke Schmerzen

- Atemnot

- Schwindel

- Verwirrtheit

- ungewöhnliche Ausscheidung

- Veränderungen der Haut

- Veränderungen der Mundschleimhaut

- eingeschränkte Mobilität

- Ablehnung einer wichtigen Maßnahme

Wichtig:

Beobachtung und Interpretation unterscheiden.

Nicht:

„Patient sieht schlecht aus.“

Besser:

„Patient ist blass, wirkt schwach und gibt Schwindel beim Aufsetzen an.“

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28. Was ist bei der Hautbeobachtung wichtig?

Bei der Haut sollte man auf folgende Punkte achten:

Farbe:

Rötung, Blässe, Zyanose, Gelbfärbung.

Temperatur:

ungewöhnlich warm oder kalt.

Feuchtigkeit:

trocken, normal, stark feucht.

Integrität:

intakt oder verletzt.

Druckstellen:

besonders an gefährdeten Stellen.

Schwellungen:

zum Beispiel an den Beinen.

Wunden:

Größe, Lage, Zustand und Auffälligkeiten nach den Vorgaben der Einrichtung beobachten und dokumentieren.

Hautfalten:

Feuchtigkeit, Rötungen und Reizungen.

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29. Die Grundpflege als Beziehungsarbeit

Körperpflege ist nicht nur eine hygienische Tätigkeit.

Während der Körperpflege entsteht häufig ein intensiver Kontakt zwischen Pflegekraft und Patient.

Deshalb sind wichtig:

- Respekt

- Empathie

- Ruhe

- professionelle Nähe und Distanz

- Kommunikation

- Wahrung der Intimsphäre

- Selbstbestimmung

Man sollte nicht über den Patienten sprechen, als wäre er nicht anwesend.

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30. Wichtige Grundsätze für die Prüfung

Wenn du in einer Prüfung gefragt wirst:

„Was beachten Sie bei der Körperpflege?“

kannst du strukturiert antworten:

Zuerst informiere ich den Patienten über die geplante Maßnahme und hole sein Einverständnis ein.

Danach führe ich die Händehygiene durch und bereite alle benötigten Materialien vor.

Ich berücksichtige die individuellen Bedürfnisse, Gewohnheiten und Ressourcen des Patienten.

Während der Pflege achte ich auf die Intimsphäre und decke immer nur den Körperbereich auf, der gerade gepflegt wird.

Ich arbeite grundsätzlich von sauber nach unrein und beachte die hygienischen Standards.

Während der Körperpflege beobachte ich Haut, Allgemeinzustand, Schmerzen, Mobilität, Atmung und weitere relevante Veränderungen.

Ich unterstütze den Patienten nur dort, wo er Hilfe benötigt, und fördere seine Selbstständigkeit.

Nach der Pflege positioniere ich den Patienten bequem und sicher, stelle Klingel und benötigte Gegenstände erreichbar und dokumentiere relevante Beobachtungen.

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31. Sehr wichtiger Merksatz

Grundpflege = Hygiene + Beobachtung + Kommunikation + Ressourcenförderung + Sicherheit + Würde.

Die Körperpflege ist deshalb niemals nur „Waschen“.

Während der Grundpflege kann die Pflegekraft gleichzeitig:

- Ressourcen erkennen

- Pflegeprobleme erkennen

- Risiken erkennen

- Prophylaxen durchführen

- Haut beobachten

- Mobilität fördern

- Schmerzen wahrnehmen

- Veränderungen des Gesundheitszustandes feststellen

- Beziehung aufbauen

- Selbstständigkeit fördern

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32. Ablauf einer guten Körperpflege

Einfacher Prüfungs-Merksatz:

Vorbereiten → Informieren → Einverständnis → Händehygiene → Ressourcen einschätzen → Körperpflege durchführen → Beobachten → Mobilität fördern → Intimsphäre schützen → Patient positionieren → Umgebung sichern → Dokumentieren → Auffälligkeiten weitergeben.

Das ist die grundlegende Struktur, die du bei fast jeder Form der Grundpflege im Kopf haben solltest.

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