Guten Morgen alle zusammen
Leiterin: Guten Morgen alle zusammen. Ich hoffe, Sie hatten alle einen guten Start in den Tag. Bevor wir gleich in den Arbeitsalltag starten, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Sie über ein wirklich spannendes Projekt zu informieren. Wir arbeiten schon seit einiger Zeit daran und jetzt, da die ersten Schritte in die Wege geleitet sind, möchte ich Sie alle ins Boot holen. Es geht um unsere neue Werbekampagne. Sie wissen ja, dass unser altes Konzept in den letzten Jahren wirklich gut funktioniert hat. Aber, wie das so ist, wir müssen uns weiterentwickeln und die Zeit steht ja bekanntlich nicht still, richtig? Deshalb habe ich beschlossen, dass wir dieses Mal eine völlig neue Richtung einschlagen. Und ja, bevor die Frage aufkommt, ich habe eine professionelle Agentur damit beauftragt, uns dabei zu unterstützen. Die Jungs und Mädels von dieser Agentur, ich sage Ihnen, die haben wirklich was drauf. Wir haben ja schon einmal mit ihnen zusammengearbeitet und das hat damals super geklappt.
Herr Müller: Ah, das klingt spannend. Und ich nehme an, die Agentur übernimmt dann alles komplett.
Oder wie läuft das?
Leiterin: Ganz genau, Herr Müller, wobei wir natürlich auch unseren Input geben werden. Es soll ja am
Ende auch zu uns passen. Wir haben regelmäßige Meetings mit der Agentur, um sicherzustellen, dass die Kampagne wirklich unsere Botschaft transportiert. Aber die grobe Gestaltung liegt bei ihnen. Der erste Entwurf soll schon nächsten Monat kommen. Wenn alles nach Plan läuft, können wir im Frühling richtig durchstarten.
Frau Meier: Aha, das klingt vielversprechend. Und werden wir dann auch verstärkt auf soziale Medien
setzen? Sie wissen ja, das ist heutzutage fast wichtiger als klassische Werbung.
Leiterin: Genau, das ist ein großer Punkt, Frau Meier. Die sozialen Netzwerke spielen eine enorm wichtige Rolle in der neuen Kampagne. Wir wollen sie nicht nur nutzen, um unsere Produkte zu bewerben, sondern auch, um potenzielle Mitarbeiter anzusprechen. Es ist kein Geheimnis, dass viele junge Talente über Plattformen wie LinkedIn oder Instagram auf uns aufmerksam werden. Bevor wir uns in den klassischen Bewerbungsprozess stürzen, möchten wir da schon früh Kontakt aufnehmen. So können wir die Bewerber auch ein wenig besser kennenlernen, bevor es zu einem Vorstellungsgespräch kommt.
Herr Müller: Und wie sieht es eigentlich mit unserer neuen Filiale aus? Da war doch die Rede von einem speziellen Beleuchtungskonzept, oder?
Leiterin: Ganz richtig. Da sind wir noch mitten in der Planung. Es hat sich herausgestellt, dass einige
Kunden mit der bisherigen Beleuchtung in den anderen Filialen nicht ganz zufrieden waren. Es war
manchmal etwas dunkel und das passt einfach nicht zu unserem Image. Deswegen arbeiten wir gerade an einem komplett neuen Konzept, das wir zunächst in der neuen Filiale testen wollen. Wenn es gut ankommt, wird das dann das Modell für alle zukünftigen Standorte. Ich denke, das wird ein echter Hingucker.
Frau Meier: Und was sagen unsere Kunden zu den Produkten? Haben wir da schon Feedback, wie sie
die aktuellen Kollektionen finden?
Leiterin: Oh ja, das Feedback ist super. Wir haben wirklich viele Rückmeldungen bekommen und es ist
ganz klar, unsere Kunden legen viel mehr Wert auf Qualität als auf den Preis. Das hat mich ehrlich gesagt ein wenig überrascht, aber es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich müssen wir darauf achten, weiterhin diesen hohen Qualitätsstandard zu halten.
Aber keine Sorge, wir haben da schon einige Ideen, wie wir das noch weiter ausbauen können.
Herr Müller: Aber sagen Sie mal, wann geht das denn alles los? Ich meine, die neue Kampagne und das neue Beleuchtungskonzept, wann sehen wir da die ersten Ergebnisse?
Leiterin: Gute Frage. Also, was die Werbekampagne angeht, habe ich bereits mit der Agentur vereinbart, dass die ersten Entwürfe Mitte nächsten Monats kommen. Da werden wir dann noch ein paar Feinheiten anpassen und spätestens im Frühling sollte alles startklar sein. Was das Beleuchtungskonzept angeht, da müssen wir noch ein bisschen Geduld haben. Das wird Schritt für Schritt umgesetzt und ich denke, es wird Ende des Sommers, bis wir alle Filialen umgestellt haben. Aber ich kann Ihnen versprechen, dass es die Mühe wert sein wird.
Die Werbekampagne
a) gestaltet eine Agentur.
b) ist schon fertig.
c) wird intern konzipiert.
Die sozialen Medien werden dazu genutzt, um
a) aktiv neue Bewerber zu finden.
b) Bewerbungsgespräche zu führen.
c) die Bewerber besser kennenzulernen.
Das Beleuchtungskonzept der anderen Filialen
a) führte zu Unzufriedenheit bei der Kundschaft.
b) soll als Modell für die neue Filiale dienen.
c) wird zurzeit neu ausgearbeitet.
Die Kundschaft
a) achtet mehr auf die Qualität als auf den Preis.
b) interessiert sich ausschließlich für Luxusmode.
c) bevorzugt Mode im unteren Preisbereich.
Chefin: Nun zu einem weiteren Punkt unserer Tagesordnung. Der Vorstand hat beschlossen, im Unternehmen ein sogenanntes Bonussystem für die Mitarbeiter*innen einzuführen. Was meinen wir damit? Wir stellen uns vor, dass sowohl jede und jeder Einzelne, als auch Abteilungen und Teams von den Erfolgen der Firma profitieren, indem besondere Leistungen extra belohnt werden. Wir erwarten uns davon, dass die Motivation aller Mitarbeitenden, sich für das Unternehmen einzusetzen, gesteigert wird.
TN 1: Das klingt ja prinzipiell sehr interessant, aber geht es dabei nicht eher um einen Wettbewerb unter den Mitarbeiter*innen? Das würde die Stimmung im Unternehmen sicherlich verschlechtern.
Chefin: Das ist eine berechtigte Frage, Frau Schmidt.
Genau darüber haben wir auch viel diskutiert. Wir werden ein System einführen, das die Einschätzung der einzelnen Personen wie auch der Abteilungen gleichermaßen in Betracht zieht. Dafür haben wir zwei Fragebögen erstellt. Einen für die Mitarbeitenden und einen anderen für die einzelnen Abteilungen. Zunächst soll mit den Fragebögen grundsätzlich das Kompetenzprofil von jedem Einzelnen und auch von jeder Abteilung erfasst werden. Dazu gehören solche Informationen wie die Qualifikationen, Ausbildungen und Berufserfahrungen. Gleichzeitig sollen auf der Basis dieser Informationen auch die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Betriebs ermittelt werden. Im Gegensatz dazu geht es bei den Zielen der Abteilungen beispielsweise um Kostenersparnis und Umsatzsteigerung.
TN 2: Werden dann auch die Interessen von uns Mitarbeitenden dabei berücksichtigt? Also ich meine,
kann man auch Wünsche äußern?
Chefin: Ja, natürlich. Wenn Sie das auf Ihre persönliche Karriereentwicklung beziehen, ist dieses Feedback sogar sehr wichtig. Wir möchten unter anderem von Ihnen gerne erfahren, ob Sie bei Ihrer Arbeit persönliche Entwicklungsmöglichkeiten sehen. Dazu kommt aber auch noch eine Analyse Ihrer Stärken und Schwächen, die uns und Ihnen ein klares Bild Ihrer Kompetenzen geben.
Jetzt mal ein Beispiel. Für uns als Arbeitgeber ist die Pünktlichkeit von großem Interesse. Damit meinen wir nicht, dass Sie jeden Morgen pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen, sondern eher, ob Sie Ihre Arbeit fristgerecht und sorgfältig ausführen. Das ist das, was man allgemein unter gutem Zeitmanagement versteht. Ein weiteres Kriterium ist auch die Bereitschaft an Weiterbildungsseminaren teilzunehmen. Wie Sie ja selber wissen, muss man immer auf dem neuesten Stand sein. Nach Ablauf von zwölf Monaten wird dann ein erstes obligatorisches Feedback-Gespräch zwischen den Mitarbeitenden und den Vorgesetzten geführt und geschaut, wie die Entwicklung war. Diese Gespräche sollten von beiden Seiten, also vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer, gleichermaßen gut vorbereitet sein. Hierzu sollten beide Seiten im Laufe des Jahres Notizen zur gelungenen Umsetzung der Ziele machen, um dann gemeinsam zu schauen, was und wie etwas erreicht wurde und warum etwas vielleicht nicht erreicht wurde. Das ermöglicht uns auch zukünftig, die Mitarbeiter*innen ihren Ressourcen und Wünschen entsprechend optimal im Unternehmen beziehungsweise in der Abteilung einzusetzen, wovon sowohl Sie als Arbeitnehmer*innen als auch wir als Arbeitgeber profitieren. Je nachdem, inwieweit die
gemeinsam vereinbarten Ziele erreicht wurden, werden Punkte vergeben. Und ab einer bestimmten
Punktzahl gibt es Prämien.
TN 3: Und was für Prämien sind das?
Chefin: Bei den Prämien denken wir an Leistungen wie zum Beispiel an einen Zuschuss für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder auch an einen Tankgutschein. Diese Gutscheine sind jeweils zwölf Monate gültig und können nicht ausgezahlt werden.
TN 2: Könnte man nicht auch andere Sachen, wie zum Beispiel Eintrittskarten für die ganze Familie in
den Zoo, in einen Freizeitpark oder in ein Erlebnisbad bekommen?
Chefin: Ja, wir sind da ganz offen. Gerne können Sie Ihre Ideen an uns weiterleiten. Das gleiche gilt
auch, wenn wir die Boni für die Abteilungen betrachten. Wir denken in die Richtung gemeinsame Städtereisen oder andere Wochenendausflüge. Aber auch ein Bowling-Abend mit Kolleg*innen und anschließendem Restaurantbesuch wäre möglich.
TN 1: Das klingt nach einem gut durchdachten und fairen System.
Chefin: Ja, das denken wir auch. So erwarten wir uns davon natürlich nicht nur eine Produktivitätssteigerung und zufriedenere Kunden, sondern auch engagiertere Mitarbeitende. Gemeinsam erreichte Ziele stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl genauso wie gemeinsame Aktivitäten, die aufgrund des BonusSystems unternommen werden können. Das geht auch um Spaß, denn schließlich ist Arbeit nur das halbe Leben.
Das Bonussystem
a) dient der Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden.
b) verstärkt die Konkurrenz unter den Kollegen.
c) wird von den Mitarbeitenden gefordert.
Mit den Fragebögen wird
a) die Stimmung im Unternehmen ermittelt.
b) die Entwicklung der Firma dokumentierte.
c) ein Mitarbeiterprofil erstellt.
Das erste Gespräch
a) findet nach einem Jahr statt.
b) ist freiwillig.
c) muss nicht vorbereitet werden.
Als Bonus für gute Leistungen
a) bekommen alle Mitarbeitenden Geld.
b) erhalten die Angestellten eine Sachleistung.
c) gehen die Mitarbeitenden mit den Familien essen.