Reflexive VerbenGerman words
by DuoCards
*Was sind reflexive Verben?*
Im Deutschen erkennt man reflexive Verben an den Reflexivpronomen, zu denen mich, mir, dich, dir, sich, uns, euch und sich gehören.
Im Deutschen wird zwischen dem Akkusativ und dem Dativ unterschieden. Schauen wir uns zunächst die Reflexivpronomen im Akkusativ an.
Nehmen wir als Beispiel das Wort *fühlen* - "sich fühlen":
"ich fühle mich"
"du fühlst dich"
"er/sie/es fühlt sich"
sich fühlen
Wie fühlst du dich?
besser
Sie fühlt sich besser.
Wie fühlst du dich?
Ich habe gehört, dass du krank warst. Wie fühlst du dich jetzt?
sich entscheiden
Ich muss mich entscheiden.
Wie hast du dich entschieden?
sich verlieben
Er hat sich in sie verliebt.
sich ärgern
Warum ärgerst du dich?
Sie ärgert sich über das Wetter.
sich freuen (auf/über)
Sie freut sich über das Wetter.
*Akkusativ und Plural*
Jetzt lernen wir die Reflexivpronomen für den Plural:
"wir fühlen uns"
"ihr fühlt euch"
"sie/Sie fühlen sich"
Wir freuen uns!
Wir freuen uns auf den Urlaub!
sich verletzen
Habt ihr euch verletzt?
sich setzen
Sie dürfen sich gerne hinsetzen.
Setzen Sie sich bitte!
sich interessieren (für)
Wofür interessieren Sie sich?
Interessierst du dich für Autos?
sich kümmern (um)
Eltern kümmern sich um ihre Kinder.

Wir kümmern uns darum
*Reflexivpronomen im Dativ*
Wenn du die *1. und 2. Person Singular (ich und du)* verwendest, musst du feststellen, ob du die Akkusativ- oder Dativform des Reflexivpronomens benötigst.
*ich*
*Akkusativ = mich*
*Dativ = mir*
*du*
*Akkusativ = dich*
*Dativ = dir*
Bei allen anderen Personalpronomen musst du nicht darüber nachdenken, denn die Form des Reflexivpronomens ändert sich nicht!
sich wünschen
Was wünschst du dir?

Ich wünsche mir ...
Ich wünsche mir einen besseren Job.
sich Sorgen machen
Ich mache mir Sorgen.
Es tut mir leid.
Es tut mir sehr leid.
sich die Zähne putzen
Hast du dir heute schon die Zähne geputzt?
Man muss sich regelmäßig die Zähne putzen.
sich (etwas) gönnen
Heute gönne ich mir ein Eis.
Am Wochenende gönnte ich mir eine Massage.
Ich gönne mir.
sich (etwas) ansehen
Ich sehe mir heute Abend den neuen Film an.
*Akkusativ oder Dativ?*
Einige Verben können sowohl mit dem Akkusativ als auch mit dem Dativ des Reflexivpronomens verwendet werden.
Wenn der reflexive Satz zusätzlich zu dem Pronomen ein *direktes Objekt* hat, steht das Reflexivpronomen im *Dativ.*
Ist das Reflexivpronomen jedoch *das einzige Objekt* in Ihrem Satz, so steht es im *Akkusativ.*
"Ich wasche mich."
"Ich wasche mir die Hände."

sich waschen
Ich wasche mich jeden Morgen.
Ich wasche mir die Haare.
sich die Hände waschen
Du sollst dir erstmal die Hände waschen.
sich vorstellen
Ich möchte mich vorstellen. Mein Name ist Felix Müller.
Kannst du es dir vorstellen?
Kannst du dir vorstellen wie besorgt ich gestern war?
Stell dich bitte vor.
sich anziehen
Ich ziehe mich an und dann gehe ich zur Schule.
Ziehst du dir den neuen Rock an?
*Reflexivpronomen können die Bedeutung des Verbs verändern*
In manchen Fällen kann das Hinzufügen eines Reflexivpronomens zu einem Verb die Bedeutung des Satzes völlig verändern. Schau dir dieses Beispiel an:
Das Verb "verlassen" bedeutet etwas völlig anders als das verb "sich verlassen".
"Ich verlasse den Verein."
"Du kannst dich auf mich verlassen."
verlassen
Sie hat nach 30 Jahren ihren Mann verlassen.
sich verlassen (auf)
Ich kann mich immer auf meine Freunde verlassen.

Du kannst dich auf mich verlassen.
verlaufen
Wie verläuft die Besprechung?
sich verlaufen
Er hat sich verlaufen.
versprechen
Das verspreche ich dir.
Versprochen?

sich versprechen
Ich habe mich nur versprochen.
*Diese Verben sind auch reflexiv!*
Viele Ausdrücke im Deutschen erfordern die Verwendung von Reflexivpronomen, auch wenn man sie im Englischen nicht verwenden würde.
Zum Beispiel: "sich verlieben"
sich erinnern (an)
Erinnerst du dich an deinen ersten Schultag?
Ich erinnere mich daran.
Ich erinnere mich gut daran.
sich erholen
Lisa hat sich nach ihrer Operation schnell erholt.
sich verabschieden
Wir verabschieden uns von unseren Austauschschülern.
sich fürchten (vor)
Er fürchtete sich vor der Dunkelheit.
Ich fürchte mich vor Spinnen.
sich gewöhnen (an)
Ich muss mich daran gewöhnen.
sich konzentrieren (auf)
Konzentriert euch auf die Arbeit, bitte.
*Sich lassen*
Reflexive Konstruktionen werden manchmal als *Ersatz für das Passiv* verwendet. Besonders gebräuchlich ist in diesem Zusammenhang der Ausdruck "sich lassen" [*(es) lässt sich tun,* d. h. *(es) kann getan werden*]:
"Das Glas lässt sich leicht öffnen." - Man kann das Glass leicht öffnen.
Eine andere Verwendung von "sich lassen" besteht darin, auszudrücken, dass man etwas für sich selbst tun lässt:
"Ich lasse mir die Haare schneiden."
sich öffnen lassen
Die Tür lässt sich nicht öffnen.
bauen
Wir lassen uns ein Haus bauen.
sich die Haare schneiden
Er lässt sich die Haare schneiden.
reparieren
Ich lasse mir das Auto reparieren.
Das lässt sich machen.
Er lässt sich nichts sagen.
Er lässt sich von mir nichts sagen.
Lass dir helfen!
Lass dir doch helfen!

Ich lasse mich beraten.
*WO oder WOHIN?*
Was ist der Unterschied zwischen "sitzen" und "setzen", "stehen" und "stellen", "liegen" und "legen"?
Direktionale Verben (regelmäßig und transitiv): "stellen", "legen", "setzen"
Wir verwenden diese Verben mit dem deutschen "Wohin?", wie in diesem Beispiel:
"Wohin stellst du die Lampe?" - "Ich stelle sie auf den Tisch." (Akkusativ)
Verben des Ortes (unregelmäßig und intransitiv): "stehen", "sitzen", "liegen"
Wir verwenden diese Verben mit dem deutschen "Wo?", wie in diesem Beispiel:
"Wo steht die Lampe?" - "Sie steht auf dem Tisch." (Dativ)
*Die Richtungsverben können auch als reflexive Verben verwendet werden!*
sich hinsetzen
Ich setze mich hin.
Setzt euch!
Kinder, setzt euch!
sich stellen
Ich stelle mich hinter den Tisch.
die Reihe
Du parkst in zweiter Reihe.
sich in eine Reihe stellen
Wir stellen uns in eine Reihe.
sich legen
Du legst dich besser ins Bett.
Ich lege mich ins Bett.
Ich lege mich ins Bett und schaue einen Film an.
der Rücken
Tom liegt auf dem Rücken.
sich auf den Rücken legen
Er legte sich auf den Rücken.
*Mehr reflexive Verben!*
Es gibt natürlich viele reflexive Verben im Deutschen, also lass uns noch ein paar mehr lernen. Diese Verben werden häufig verwendet und du solltest sie kennen.
sich ausruhen
Ich ruhe mich nach der Arbeit aus.
sich bewerben
Ich bewerbe mich für einen Job.
sich (etwas) kaufen
Ich kaufe mir die deutsche Ausgabe von Harry Potter.
sich beeilen
Er beeilt sich, um noch gegen Mittag fertig zu werden.

sich (etwas) brechen
Ich habe mir das linke Bein gebrochen.
sich aufregen
Über meine Fehler kann ich mich immer wieder aufregen.
sich erkälten
Hast du dich erkältet?

sich duschen
Es ist gesund, sich manchmal kalt zu duschen.

sich verfahren
Habt ihr euch wieder verfahren?
sich benehmen
Du benimmst dich wie ein Kind.